Geschichte KiwJ

Entstehung der Kinderwelt Jegenstorf und deren Entwicklung von 2004 bis 2014

 

Begriff

Eine Kindertagesstätte (Kita) ist eine Institution, die montags bis freitags ganztags geöffnet ist; und in welcher Kinder professionell betreut und verpflegt werden.

 

Anlass und Gründung der KiwJ (Kinderwelt Jegenstorf)

kinderwelt-jegenstorf-logoZur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat der Bund ein Impulsprogramm verabschiedet und stellt seit 2003 Kredite für Kita-Gründungen bereit. Für die praktische Umsetzung hat der Kanton Bern entsprechende Ausführungsbestimmungen erlassen.
Gestützt auf einen Antrag der Vormundschafts- und Fürsorgekommission hat der Gemeinderat am 22. April 2003 eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag eingesetzt, eine Machbarkeitsstudie für die Einrichtung einer Kindertagesstätte in Jegenstorf auszuarbeiten. Dazu gehört auch die Einholung einer Bewilligung der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) betr. Betrieb und Abrechnung via Lastenausgleich. Zehn Monate später hat der Gemeinderat die Anträge der Arbeitsgruppe einstimmig genehmigt, d.h. die Organisation, Infrastruktur und finanziellen Rahmenbedingungen für eine Kita gemäss Vorgaben der GEF und gestützt auf einen Leistungsvereinbarungsentwurf zwischen der Einwohnergemeinde und einem noch zu gründenden Trägerverein festgelegt. Bereits zwei Tage später findet die Gründungsversammlung des Vereins Kinderhaus Jegenstorf statt. Daniel Slongo übernimmt das Vereinspräsidium.
Gestützt auf einen Antrag des Trägervereins bewilligt der Gemeinderat am 17. Mai 2004 die Umnutzung der gemeindeeigenen Liegenschaft Gruebeweg 4 für den Betrieb der Kita und bewilligt gleichzeitig einen Renovations- und Einrichtungskredit von 80‘000 CHF.

 

Eröffnung und Betrieb der Kita am Gruebeweg 4

kiwj-gruebeAb dem Datum der Kreditbewilligung bis zum geplanten Eröffnungstermin verbleiben der Bauverwaltung und dem Kita-Vorstand nur knapp 3 Monate für die Vergabe und Durchführung der nötigen Renovationsarbeiten, für die zweckmässige und kostengünstige Beschaffung von Mobiliar und Einrichtungen sowie für die Personalrekrutierung. Dank Grosseinsatz aller Beteiligten startet der Kita-Betrieb termingerecht am 9. August 2004 unter der Leitung von Nicole Brandenberger mit einem Angebot von 10 Betreuungsplätzen, kombiniert mit einem Mittagstisch für Schulkinder. Die neue Einrichtung heisst KiwJ (Kinderwelt Jegenstorf). Bis Ende 2004 können die Kita-Plätze zu rund 73% ausgelastet werden.
Der KiwJ-Vorstand und die Stellenleitung engagieren sich für eine stets steigende Auslastung der bewilligten Plätze und für die Ausbildung von Kita-Personal. Bereits ab August 2005 wird die KiWJ zu einem Lehrbetrieb!
Der Kita werden immer mehr Kinder zur Betreuung anvertraut: ab 2006 können mit Zustimmung des Gemeinderates und Bewilligung der GEF neu 11 und ab 2008 sogar 12 Kita-Plätze angeboten werden.

 

Verlegung der KiwJ an die Iffwilstrasse 1

kiwj-iffwilstrasse

Nach dem Kauf von Pfarrhaus, Pfrundscheune und Pfarrstöckli sowie Landi-Areal zur Realisierung eines Coop-Einkaufszentrums erarbeitet der Gemeinderat eine neue Liegenschaftsstrategie: Das Pfarrhaus wird ab dem 1. August 2008 zum „Chinderhuus“ für die Spielgruppe Rägeboge des Elternformus Jegenstorf und für unsere Kita (mit der Erweiterungsmöglichkeit von 12 auf 24 Plätze) an zentraler Lage samt schönem Garten.
Ab Februar 2009 übernimmt Doris Jäggi die Kita-Leitung von Nicole Brandenberger.
Im April 2009 feiern KiwJ und die Spielgruppe Rägeboge ein gemeinsames Einweihungsfest im Chinderhuus-Garten.
Ab August 2010 bietet die KiwJ ein Morgenmodul an, solange die neu eröffnete Tagesschule zu wenige Anmeldungen für ein eigenes Zmorge-Angebot hat.
Während der Schulferien im Frühling, Sommer und Herbst bietet die KiwJ von 2011 – 2014 für ehemalige KiwJ-Kinder und andere Schüler/innen abwechslungsreiche Ferienaktivitäten an.
Seit 2011 werden neu zwei Lehrstellen angeboten, die problemlos und gut besetzt werden können.
Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen steigt weiter und die Warteliste der Kita wird immer länger! Jegenstorf erhält keine Bewilligung für zusätzliche subventionierte Betreuungsplätze. Hingegen können seit August 2010 neu Privatplätze zum Vollkostentarif angeboten werden; seit Februar 2013 sind total 12 private und 12 subventionierte Plätze verfügbar.

 

Schlussfolgerung

Jegenstorf ohne Kita? Heute kaum mehr vorstellbar, denn dieses attraktive Angebot zur familienergänzenden Kinderbetreuung gehört zu den Pluspunkten unserer Gemeinde und hat inzwischen etliche junge Familien veranlasst, ihren Wohnsitz nach Jegenstorf zu verlegen.

 

Josef Schöbi, ehem. Präsident und Gründungsmitglied KiwJ